Franz Josef Radermacher stellt in seinem Beitrag zu diesem Band das Programm eines Global Marshall Plans als Zwischenschritt zu einer weltweiten Ökosozialen Marktwirtschaft vor, die - mit Europa in der Vorreiterrolle - im Rahmen von Weltverträgen zu einer Form von Weltinnenpolitik mit weltdemokratischem Charakter gelangen könne.
Auf globalethischen Orientierungen an Weltethos, Menschenpflichtenerklärung des InterAction Councils und Erdcharta basierend strebe der Global Marshall Plan die Sicherung der Zukunftsfähigkeit unseres Planeten im Geiste eines interkulturellen Humanismus' an, indem Ideen für eine Weltinnenpolitik verwirklicht werden sollen, und zwar durch rasche Umsetzung der Millenniumsentwicklungsziele der Vereinten Nationen, durch Co-Finanzierung von Entwicklung in Verbindung mit einem geeigneten weltweiten institutionellen Design, durch eine faire weltweite Partnerschaft, durch Förderung von Good Governance auf allen gesellschaftlichen Ebenen und durch koordinierte und kohärente Formen basisorientierter Umsetzung von Entwicklungszusammenarbeit.
Als "extrem bedrohliche" Alternativen zu diesem Problemlösungsweg führt Radermacher in Zukunftsszenarien einen „Kollaps oder eine Ressourcendiktatur/Brasilianisierung, wahrscheinlich verbunden mit Terror und Bürgerkrieg“ vor Augen.
Zur Einführung in die Beiträge der anderen Autoren des Sammelbandes
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